Glaarkshouse

Kreuz und quer durch Istanbul.

Wie man eine Großstadt oder Weltmetropole erkundet, das sei jedem selbst überlassen. Kulturell, kommerziell, kulinarisch, politisch, geschichtlich, religiös: alles wunderbar.* Wir hatten bei Istanbul einmal einen ganz anderen (ganz profanen) Ansatz: Erledigungen!

Das Schöne dabei ist, dass man eine 20 Mio. Stadt so auf ganz ungewöhnliche Weise kennenlernt. Denn auf der Suche nach ganz bestimmten Dingen, läuft man einfach ganz zufällig den spannendsten Plätzen der Stadt über den Weg – und nimmt sie einfach mit, zusammen mit all den Fachgeschäften, die so gar nichts mit unserer Vorstellung von einem gewöhnlichen Fachgeschäft zu tun haben.

Auf unserer Erledigungsliste standen:

  • Eine Ersatzwasserpumpe für unseren Shelter – für alle Fälle (siehe „Griechenland“)
  • Steckverbindungen für die Ersatzwasserpumpe (siehe oben)
  • ¼ Ratsche (fragt Peter wofür, ich hab keine Ahnung)
  • Schlauchklemmen (fragt nicht!)
  • Abdicht-Material (denn nass ist nicht schön)
  • Leichte Stoffe für unsere Sitze (es wird wärmer unterm Hintern)
  • Wanderschuhe in Größe 39 (die wir schon seit Ljubljana erfolglos suchen)
  • Ein Arztbesuch (alles wieder gut!)
  • Neue Weingläser für unsere Küche (ungeschickte Ehefrau).
  • Zweit-Kaffeetassenset (schrecklich, wenn Ersteres morgens nicht sauber ist)
  • Haferflocken (die nicht gefunden wurden)
  • Ein Sticker (lange Geschichte … zu lang für diesen Blog)
  • Hijabs (für die Ehefrau im Iran)
  • Lange leichte Kleidung (für den Ehemann im Iran)
  • Hochzeitstag feiern (wie jeden Mittwoch)

So macht man sich also nicht auf den Weg zu Moscheen, Parks, Museen und berühmten Einkaufgassen – sondern vielmehr auf die Suche nach Yachtgeschäften, Elektrofachgeschäften, Werkzeughändlern, Krankenhäusern die sonntags geöffnet sind, Apotheken die sonntags geöffnet sind, Geschirrgeschäften, Stoffhändlern im Großen Basaar, Hijabfachverkäufern, Outdoor-Ausrüstern … und so weiter.

Schön, dass uns all diese Wege auf spannende Art und Weise durch die Seitengassen Istanbuls geführt haben. So haben wir versteckte Hinterhofcafés, alternative Restaurants und emsige Handwerksgassen entdeckt. Mit vielen Fußmärschen. Auf und ab. Zu Fuß. Mit dem Bus. Mit der Tram. Und dem Fahrrad. Mit Unterstützung und Begleitung von den so wundervollen Türken. Mit Händen und Füßen. Bei großer Hitze. Aber auch Wärme. Herzenswärme. Und ganz viel Freude.

Schön wars. Tesekkür ederim. Hoscakal!

IMG_1452 Blue MosqueBeyoglu Seitengassen in Beyoglu IMG_9353 Bauarbeiter IMG_9290 When doves cry IMG_9227 Blue Mosque Caracoy Brücke Türkischer Mokka Street Art Taksim Platz Beyoglu Beyoglu

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