Reiseliteratur

Da wir auf unserer Reise sehr viel Zeit haben zum Lesen, möchten wir hier gerne die spannendsten und interessantesten Bücher mit euch teilen.


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Johannes Klaus
The Travel Episodes
Per Anhalter durch Pakistan oder nackt im marokkanischen Hamam, zu zweit im Truck durch Asien oder frisch getrennt auf einer Odyssee in der philippinischen Inselwelt, in einer Nussschale über den Atlantik schippern oder auf Expeditionsfahrt in die Antarktis das Glück suchen: Die Autoren von THE TRAVEL EPISODES sind dort unterwegs, wo für andere das Reisen oft schon zu Ende ist. Sie erzählen von ihren Abenteuern und Ängsten, der Liebe und der einen oder anderen wundersamen Erkenntnis. Die besten Reportagen für alle, die ihr Fernweh immer wieder stillen müssen, für die Reisen und Leben eins sind.Und das Glaarkshouse darf dabei sein!

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Ulrich Dolde
Wohnmobile selbst ausbauen
Der Ausbau wird in chronologischer Reihenfolge geschildert und ist mit mehr als 1.000 Fotos detailliert bebildert.

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Dieter Graf
Point It
Der Held unserer Reise! Wenn es kein Wörterbuch und keine Verständigungsmöglichkeiten mehr gibt … Point it auspacken und einfach auf alle möglichen Dinge das Alltags zeigen: ob Gemüse, Campingausrüstung, Früchte, Werkzeuge, Tiere, Kosmetikartikel, Organe … und und und … alles da! Unheimlich praktisch!
Jen
Buchtitel klicken und bei amazon bestellen Christopher Many
Hinter dem Horizont links:
Acht Jahre mit dem Land Rover um die Welt
Uns hat dieses Buch vor der großen Reise inspiriert, Mut gemacht – und begeistert. Christopher ist acht Jahre um die Welt gereist und derzeit wieder mit Freundin Laura und zwei Motorrädern unterwegs. Wir würden uns freuen, ihn irgendwo unterwegs zu treffen.

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Amelie de Boear
Abenteuer Hippie-Trail
Das Buch war uns eine große Hilfe in der Vorbereitung der Route und vor allem für die oft nervenaufreibende Stellplatzsuche. Wir haben sehr viele Koordinaten des Anhangs nutzen können. Eigentlich ein Must für alle Overlander auf dem Weg nach Indien, auch wenn die Geschichten sehr einfach erzählt werden. Danke für die vielen guten GPS-Daten!
Buchtitel klicken und bei amazon bestellen Karin Kaiser
Fettnäpfchenführer Indien:
Be happy oder das no problem-Problem
Der Titel sagt eigentlich alles. Danke, Bea, für diesen Tipp! Auch wenn wir schon früher in Indien waren, schadet es keineswegs, dieses Buch zu lesen. Perfekt für die Vorbereitung einer Indienreise.

 

Buchtitel klicken und bei amazon bestellen Alan Weisman
Countdown. Hat die Erde eine Zukunft.
Kaum zu lesen angefangen … erschreckend, schrecklich, fesselnd. Zusammenfassung folgt bald. Jetzt aber schon ein Tipp. Danke, liebster Pet.
Jen

 

Buchtitel klicken und bei amazon bestellen. Steven Harrison
Nichts tun. Ein Leitfaden zur inneren Freiheit.
Danke, Christian, für diese Empfehlung. Das Buch handelt von der allgegenwärtigen, spirituellen Suche nach „Etwas“ und Harrisons Erfahrung, die Suche nicht nach außen sondern nach innen zu richten – hin zu Selbstbestimmung und Stille. Denn wer sucht, steht sich selbst im Weg. Der Autor gibt interessante Denkanstöße zum eigenen Dasein, zur Mystik, zu wissenschaftlichen Erkenntnissen (auch der Quantenphysik) über das Ich sowie zur Lösung zwischenmenschlicher Auseinandersetzungen durch ein verändertes Bewusstsein. Einzig zum Umgang mit großen globalen Konflikten hat es bei mir eher Zweifel und ein Fragezeichen hinterlassen.
Lieblingszeile: „Was geschieht, wenn wir nichts tun? Nichts. Das Problem hat niemanden, den es in Anspruch nehmen könnte. Es fehlt ihm die Energie. Es fehlt ihm ein Gegner. So vermag es nicht mehr länger zu existieren. Es ist nicht mehr Teil unserer Wirklichkeit.“
Jen

 

Buchtitel klicken und bei amazon bestellen. Abhijit V. Banerjee & Esther Duflo
Poor Economics. A radical rethinking of the way to fight global poverty.
Wo bekomme ich sauberes Trinkwasser? Woher bekomme ich das Geld für die Arztrechnung? Wie kann ich Geld für das Alter beiseite legen, so dass ich mir sicher sein kann, dass es in 30 Jahren wirklich da ist? Und kann ich für einen Job in eine fremde Großstadt ziehen, in der ich niemanden kenne der mir helfen könnte?Menschen die in Armut leben, haben wie es scheint viel mehr existenzielle Entscheidungen zu treffen als wir: wir bekommen sauberes Trinkwasser aus dem Hahn, sind Pflicht-krankenversichert und -rentenversichert, und wenn wir für einen Job aus unserer Heimat wegziehen wollen, wissen wir, dass wir im Notfall immer versorgt sind. Und was noch viel gravierender ist: wenn wir eine zuverlässige Information brauchen, haben wir sie in wenigen Sekunden. Über viele dieser Themen müssen wir also gar nicht nachdenken.


Poor Economics geht das Thema Armut und die Zusammenhänge aus vielen verschiedenen Perspektiven an. Armut wird übrigens folgendermaßen definiert: Die durchschnittliche Armutsgrenze der 50 ärmsten Länder entspricht ungefähr 1 €/Tag relative Kaufkraft. D.h. wer mit weniger als einem €/Tag in München zurechtkommen muss gilt als arm. Wahrscheinlich wäre man allerdings in München mit 30 Euro pro Monat schon sehr arm! Dieser eine Euro Kaufkraft pro Tag entspräche in Indien ca. 16 Rupees – genug um ein Kilo Reis zu kaufen oder 10 Baby-Bananen. Schon nach ein paar Seiten wird einem klar, dass das Problem gigantisch ist – ca. 870 Millionen Menschen müssen von weniger als 1 €/Tag (relative Kaufkraft) leben. Zudem ist das Problem vielschichtig, sehr komplex und scheint irgendwie unlösbar zu sein.


Abhijit und Esther initiieren daher nicht den globalen Spendenaufruf. Es geht ihnen vielmehr darum, mit Fallbeispielen und verschiedenen z. T. sehr spektakulären Forschungsergebnissen klar zu machen, dass es natürlich schön wäre, wenn alle sauberes Trinkwasser, eine gute Schulbildung und kostenlosen Zugang zu Impfungen oder Medikamenten hätten, wenn Banken Sparkonten für jedermann und Kleinkredite auch für Kleinbauern zur Verfügung stellen würden – damit diese Dünger kaufen können, wenn Familien nur 2 Kinder anstelle der durchschnittlich 6 hätten und wenn Entwicklungshilfegelder dort ankämen, wofür sie gedacht waren.Leider ist die Realität eine andere: viele der Armen haben keine Kanalisation, d.h. das Abwasser (inkl. Fäkalien) und das Trinkwasser vermischen sich früher oder später, was zwangsläufig zu Krankheiten und hoher Kindersterblichkeit führt. Ein Lehrer in Indien erscheint durchschnittlich einen Tag pro Woche nicht zum Unterricht. Da aber die Schulnoten eh am stärksten von der Kaste des Kindes bestimmt werden – und nicht von der schulischen Leistung – ist das fast schon ein untergeordnetes Problem. Das Resultat ist erschreckend: am Ende der Elementarstufe können bis zu 50% der Kinder nicht lesen. Viele kostenlose Impfprogramme sind leider so angelegt, dass Mutter und Kind für jede Impfung den Weg zur Impfstation antreten müssen. Braucht eine vollständige Immunisierung mehrere Shots und geht es um mehrere Impfungen, kann das für eine Mutter mit Kind viele 20km-Märsche zur Impfstation bedeuten.
Typischerweise verlangen Banken höhere Kontoführungsgebühren als das, was der Sparer jemals an Zinsen verdienen kann. Das liegt nun nicht nur an den Banken sondern vor allem an den zu kleinen Beträgen, die Menschen in Entwicklungsländern zum Sparen zur Verfügung haben. In Ermangelung von funktionierenden Rentensystemen stellen daher Kinder oftmals die Altersvorsorge der Eltern dar. Je mehr Kinder also, desto besser – wegen der höheren „Rendite“ übrigens am liebsten Jungen. Und ein Großteil der Entwicklungshilfegelder – bis zu 87% (!) – bleibt bei korrupten Beamten hängen. Das ist wahrscheinlich für viele unter uns nicht neu. Doch was das Buch ausmacht, ist die schonungslose Offenheit und Klarheit, mit der diese und noch viele andere Aspekte der Armut in der Welt aufgezeigt werden und in einen logischen Zusammenhang gebracht werden.
Alles in allem hat mich das Buch sehr erschüttert, weil es unzählige Beispiele aufzeigt, in denen gute Ideen an „bad institutions“ gescheitert sind. In Ruanda z.B. ist ein Programm zur Verbesserung der Ausbildung an Schulen zunächst gescheitert weil die schon erwähnten 87% der Hilfsgelder für die Schulen in irgendwelchen Beamtentaschen auf dem Weg von der Regierung zum Schuldirektor „verloren gegangen“ sind und damit nur 13% an der richtigen Stelle ankamen. Was für ein unglaublicher Gedanke, dass Tausende von Kindern nicht in den Genuss besserer Bildung kommen können, weil Staatsdiener die Hand aufhalten.
Und gleichzeitig hat mich dieses Buch zuversichtlich gemacht, dass man Armut erfolgreich bekämpfen kann: Ruandas Regierung hat sich nach Bekanntwerden des hohen „Schwunds“ kurzerhand entschlossen, die Zuwendungen je Schule in der lokalen Tageszeitung zu veröffentlichen. Und siehe da, dieses kleine bisschen Transparenz führte dazu, dass 80% der Gelder tatsächlich in den Schulen ankamen.
Poor Economics ist spannend und kurzweilig und oft leider extrem ernüchternd!

Peter

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9 Kommentare

  1. Hi wenn ihr mal nach Kisumu (am Lake Victoria kommt,) herzlich wilkommen! haben hier eine kleine Ministry, bin mit einer Kenianerin Verheiratet und richte gerade meinen Hanomag her, den wir geschenkt bekommen haben, der vor vielen Jahren hier mal abgestellt wurde.

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