Glaarkshouse

Eat. Pray. Love. Run.

… oder die vielleicht idyllischste Joggingstrecke der Welt.

Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes homeless. Unser Zuhause befindet sich (hoffentlich) irgendwo zwischen Südkorea und Japan, geparkt in einem riesigen Roll-on / Roll-off Cargo-Schiff. Während dieser Zeit gilt es für uns, ein entspanntes Zuhause – fernab des Glaarkshouses zu finden. Vier Wochen Singapur sind keine Option. Neuseeland ohne unser eigenes Fahrzeug – das wäre zu traurig gewesen. Südostasien als Solches ist jetzt erst einmal nicht mehr so spannend, mit dem Rucksack herumzureisen reizt uns daher gerade nicht. Größer ist das Bedürfnis nach Innehalten, angenehmer Routine, Rückzug … und die Möglichkeit uns ein wenig zu bewegen. Körperlich. Nicht auf Strecke.

Vor etwa zehn Jahren habe ich mit meiner Freundin Babs das damals schon ausgesprochen touristische Bali bereist – mich aber an das recht alternative, besondere Ubud erinnert. Ubud ist irgendwie anders. Geprägt von Künstlern, Backpackern und Aussteigern, von echt guten Yogastudios, von Biofarmen, sensationellem Organic und Vegan Food ist es noch immer eine kleine paradiesische Enklave Asiens. Wenn auch fast ein bisschen kitschig. Von Singapur nur ein Katzensprung – und die Unterkünfte kosten für einen Monat immer noch so wenig wie andernorts drei Nächte. Ich erzähle Peter davon. Und uns des wahrscheinlich erschlagenden Tourismus der Insel bewusst, der in den letzten Jahren mit Sicherheit nicht weniger geworden ist, werden dennoch kurzerhand Flüge gebucht und daumendrückend gehofft, dass es „nicht ganz so schlimm“ sein wird!

Und es wird gar nicht so schlimm! Ein Dienstag in der Früh. Wir bewohnen inzwischen ein kleines Appartement mit viel Platz und Garten und Teekocher und Kühlschrank und Küchenzeile am äußersten Rand der Stadt. Wir haben einen Roller gemietet, so dass wir mobil sind und bei Bedarf mal eben ins „Dorf“ rollen können um einzukaufen. Der Verkehr dort erschlägt mich fast … aber gut, hier im Zentrum wohnen wir ja gar nicht. Peter und ich haben uns eine Yoga-Karte besorgt, mit der wir sämtliche Klassen zu allen möglichen Tageszeiten besuchen dürfen … und wir haben ausreichend Zeit, die wir für verschiedenste Gedanken, Pläne, Bewegung, Ideen … und Sein nutzen können. Viel Zeit. Und das genießen wir sehr.

Es ist 7.30 Uhr in der Früh. Peter schläft noch. Der Arme hat sich vermutlich im Flieger erkältet und liegt seit gestern schnäuzend und siechend darnieder. Ganz leise ziehe ich mir was an, schlüpfe in meine Laufschuhe, schnappe den iPod und laufe los – mit großer Vorfreude auf das, was ich in den letzten Tagen (und 10 Jahre nach meinem ersten Besuch) ganz unerwartet (und noch immer) inmitten der Reisfelder entdeckt habe:

Eine entspannte 8km-Runde – wenn auch schon bei weit über 30 Grad – führt mich auf und ab durch kleine Gassen, vorbei an frischen Bächen, Feldern, einfachen Warungs und dem immersatten Grün der Insel. Irgendwie scheinen die Menschen hier sich vom Tourismus um sie herum nur wenig beeindrucken zu lassen. Und das ist schön zu sehen!

Die bunten Straßen mit ihren alten Häusern erwachen gerade zum Leben: die Räucherstäbchen werden angezündet, die typischen Klänge dringen aus den Tempeln, die kleinen Opfergaben werden wie jeden Tag vor der Tür platziert, die Kinder werden zur Schule geschickt, Affen kreuzen die Straße … aber was erzähle ich … Ich nehme einfach die Kamera mit – auf die vielleicht idyllischste Laufstrecke der Welt …

 

Erster Kilometer …Ubud Ubud Ubud

 

Zweiter Kilometer …Ubud Ubud Ubud

 

Dritter Kilometer …Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud

 

Vierter Kilometer …Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud

 

Fünfter Kilometer …Ubud Ubud Ubud Ubud

 

Sechster Kilometer …Ubud Ubud Ubud Ubud

 

Siebter Kilometer …Ubud UbudUbud Ubud

 

Achter Kilometer …Ubud Ubud Ubud Ubud Ubud

 

Angekommen! Dusche!
Abkühlen! Peter wecken!
Frühstück!Ubud Ubud

 

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5 Kommentare

    • Danke! :)
      Ich war tatsächlich positiv überrascht von Bali. Nach 10 Jahren seit meinem letzten Besuch hatte ich die Befürchtung, es könne ganz schrecklich sein (… ist es auch an vielen Orten). Doch Ubud ist einfach immer noch speziell und hat trotz der lauten und vollen Stadtmitte immer noch magische Vibes. Herzliche Grüße!

      Gefällt mir

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